missmissvit

Autor: admin

  • Wut.

    Wut.

    Ja, ich fühle gerade Wut. Wut, weil ich dachte, ok, probierst du mal den KI Assistenten für deine neue Seite aus und schaust, was passiert. Ich habe eine Stunde gebraucht, um herauszufinden, wie ich die Scheiße, die der tolle Assistent da gemacht hat, wieder von meiner Seite entfernt hatte. Denn wer denkt, dass man einfach sagen kann: entfern das wieder! der irrt. Ich hatte plötzlich schrecklichste Stockfotos auf meiner Seite und Texte, die ich nie in Auftrag gegeben hatte. Und dann sagst du: entferne alle KI generierten Inhalte und dann sagt dir der Assistent: ach, so, nee, das geht nicht, aber geh mal hier hin oder dahin und mach mal das und das. Jahhhaaaa, hab ich gemacht. Aber an den Stellen war das nicht zu entfernen. Nix plug and play! Letztlich habe ich es durch Zufall geschafft. Statt mir zu sagen: ja, dann geh halt auf Beiträge und Medien und entfern die Sachen, bekam ich eine mehrschrittige Anleitung, wie ich zu „Extendify“ oder an andere Stellen gehen soll und da auf zurücksetzen. Sorry, aber wer jetzt denkt, dass das so einfach ist, wie es klingt, täuscht sich. Aber als hauptberufliche Durchwurschtlerin habe ich es geschafft. Ich habe euch alle Agentursprechpseudobeiträge ersparen können und die Stockbilder mit rustikalen Holztischen und vielen Händen, mit Blöcken und Stiften (in NY Loftbüros mit hohen Fensters wahrscheinlich)entfernt. Welcome back to my blank space!

    Zwischendurch dachte ich, dass es helfen könnte, der Maschine zu sagen, dass sie mir einfach eine neutrale Seite ohne Schrift und Bilder machen soll. Ich wünschte, ich hätte das Ergebnis für euch gesichert! Ihr wisst, meine Empfehlung ist immer: erst ein Foto machen, dann den Schaden beheben. Sei es bei einer fallengelassenen Olivenölflasche oder bei irrwitzigen KI Vorschlägen, wo „keine Bilder“ zu Bildern von so etwas wie Raufasertapete führte. Jetzt bereue ich, dass ich das nicht besser dokumentiert habe.

    Allein, wenn ich die Leiste am Rand sehe, möchte ich lachen, als da wären: Schreibstil verbessern, Sprache vereinfachen, verkürzen, verlängern. Ja, was wäre denn dann noch von unserem trauten Umgang hier übrig?

    Allerdings muss ich mich noch damit befassen, wie ich dem Blog eine rechtlich angemessene Form gebe und naja, ich kann euch das Impressum, DSGV und sowas ja nicht als Beitrag schreiben, das sollte ja doch sinnvollerweise einen festen Platz haben, eine Art Inhaltsverzeichnis wäre auch nett- aber das muss ich halt noch rausfinden, wie ich das mache. Warum zum Fick (sorry) gibt es keinen neutralen Grundaufbau, den man einfach mit Inhalt füllt? Aber ich werde das schon schaffen. Krieg ich halt noch einen Wutanfall.

    So wie bei dem Kabarettisten, der früher mal lustig und scharfsinnig und menschenfreundlich und gelassen war, der jetzt sein ganzes Programm daraus generiert, sich über andere lustig zu machen, und zwar nicht die mit Macht, sondern die anderen. Denn jetzt ist er in dem Alter, wo man Macht hat. Früher sagte er sinngemäß: „Doch man darf alles sagen, man darf halt nur nicht erwarten, dass keiner widerspricht.“ Heute sagt er (sinngemäß): Man darf ja gar nichts mehr sagen!

    Ihr kennt ihn alle. Ich finde ihn seit Jahren richtig schlimm und wenn ihr mir erzählt, ihr besucht eines seiner Programme, dann reiße ich mich massiv zusammen, euch nicht zu sagen, wie ich den finde. OK, doch meinem Vater sag ich das, der kennt den sogar persönlich, den tollen Herrn, da muss mein Vater durch.

    Frauen sollen sich halt nicht so anstellen. 300 bis 350 getötete Frauen bedeuten für ihn kein statistisches Risiko, von einem Mann getötet zu werden. Ignorierend, dass es dabei um Femizide geht, die einer anderen Struktur folgen als andere Tötungsdelikte, tut er auch noch so, als seien das alles promiske Frauen, die bei One Night Stands getötet werden. Ich flippe aus!!! Und zwar komplett! DEN MANN ERST MAL KENNENLERNEN BEVOR MAN MIT IHM INS BETT GEHT???? Was? Ich persönlich kenne aus meinem Umfeld (das heißt ich habe diese Frauen gekannt) zwei Fälle von Femizid, wo Partner ihre Partnerinnen getötet haben. Das waren keine One Night Stands. Das waren feste Beziehungen. In dem einen Fall kannte ich auch den Partner. Ein seltsamer Kerl, aber niemand, bei dem man sagen würde: vor dem musst du dich in Acht nehmen, der tötet bestimmt Frauen!

    Nein, diese Frauen waren nicht selbst schuld. Nichts rechtfertigt, einen anderen Menschen zu töten! Und kommt mir jetzt nicht mit: ja, aber wenn einer deinem Kind etwas tut! Das ist Bullshit! Dann ist es auch nicht an mir, diesen Menschen zu töten. Und wir entwerfen jetzt hier keine Horrorszenarien, an deren Ende ich jemanden mit dem Küchenmesser erstochen habe, um mein Kind zu retten. So etwas entwirft man nicht, um von Morden an Partnerinnen oder Ex-Partnerinnen abzulenken und das zu rechtfertigen. Du sollst nicht töten.

    Statt sich zu überlegen, dass da 300 bis 350 Männer jemanden getötet haben, geht es nur darum, wie lächerlich sich Frauen benehmen, weil sie Angst haben und Forderungen nach mehr Sicherheit stellen (Grüße nach Spanien! Es geht, wenn man will!! Liebe euch dafür) Und die haben sie ja offensichtlich zu recht, denn: im Publikum saßen reichlich Leute, die applaudiert haben bei diesen Sätzen. Ich nehme an, diese Menschen greifen nicht ein, wenn eine Frau von einem Mann bedrängt oder belästigt oder bedroht oder attackiert wird. Man weiß ja nicht, was vorher passiert ist. Was sie vorher gemacht oder gesagt hat. „Es gehören ja immer zwei dazu.“

    Ja, ein Opfer und ein Täter. Und das Opfer trägt keine Schuld. Punkt. Der Täter hat eine Wahl, ob er Täter wird oder nicht.

    Jeder Mann hat die Wahl, ob er ein Mann sein möchte, bei dem sich Frauen sicher fühlen oder einer, der Frauen unangenehm ist. Und ein Mann zu sein, bei dem sich Frauen sicher fühlen, macht einen Mann nicht weniger männlich. Das ist ein Mann, der bereit ist, zu reflektieren, worin sich dieses Machtgefälle ausdrückt und sich nicht beschnitten fühlt, wegzulassen, was Frauen ein unsicheres Gefühl gibt. Wechsel im Dunkeln die Straßenseite, halt Abstand. Mach keine anzüglichen Witze. Frag im Zweifel eine Frau, was für sie gerade das richtige ist: soll ich dich ins Parkhaus begleiten oder möchtest du lieber alleine gehen? Möchtest du umarmt oder geküsst werden? Kommentiere keine Outfits. Man kann auch andere Komplimente machen. Leg deine Hand nicht auf ihre Stuhllehne, wenn du neben ihr sitzt. Es fängt in kleinen Dingen an.

    Zwei Szenen zum Vergleich.

    Ein Mann mustert die minderjährige Freundin (bekleidet mit einem weiten T-Shirt und einer Boxershorts) des Sohnes seiner Partnerin morgens in der Küche und konstatiert nachher: „Die XY soll sich einen BH anziehen, wenn die runterkommt!“

    Ein Mann plant mit seiner Partnerin in den Pool zu gehen. Die Teenagertochter kommt dazu und will auch in den Pool. Der Mann fragt seine Partnerin: „Meinst du, das ist ok für sie? Soll ich lieber nicht mit reingehen? Meinst du das ist ihr lieber?“

    Ihr seid schlau, ihr braucht keine Erklärung. Mann hat immer eine Wahl.

    So, Mausis. Kussis gehen raus! Danke für eure süßen Reaktionen auf die Neuauflage des Blogs! Ihr seid die Besten!

  • Das muss neu!

    Das muss neu!

    Ich hatte eine Schreibblockade. Aber nicht, weil mir nichts einfiel, sondern weil ich auf der alten Seite nicht mehr schreiben konnte. Ich konnte zwar den Namen des Blogs ändern, aber nicht den Namen der, ihr wisst schon, naja, und ich halt nicht… Domain? Und da war ja noch eine Referenz zu meinem abgelegten Nachnamen drin. Und unter dem Namen konnte ich nicht mehr schreiben. Also haben wir jetzt einen neuen Namen. Weil wir wieder eine Miss sind. Weil der Nachname jetzt mit V anfängt. Weil wir uns immer wie ein misfit gefühlt haben. Weil wir damals bei den Missfits gesehen haben, dass Frauen auch wirklich richtig lustig sein können.

    Inhaltlich wird sich nichts ändern. Hier wird wieder viel Meinung gehabt, die kann sich durchaus nach neu gewonnenen Erkenntnissen auch mal ändern, aber es wird immer noch emanziger Kram sein, was direkt eine offizielle Ausladung ist an alle, die darauf keine Lust haben und dabei mit den Augen rollen. Wir Frauen brauchen einander und jeder Mann, der sich davon nicht angegriffen fühlt, ist hier herzlich willkommen. Für alle anderen ist hier Ende. Denn auch das hat den alten Blog beschädigt. Dass jemand Einfluss auf seinen Inhalt nehmen wollte. Es gibt Menschen, die sind hier nicht willkommen und ich möchte klarstellen, dass das Lesen dieser Texte auf eigene Gefahr passiert. Wie vorher auch. Nein, Mausis, ihr müsst euch keine Gedanken machen, ihr seid nicht gemeint!

    Meine Therapeutin hat angeregt, dass ich den Blog wiederbelebe und ich bin eine gute Patientin, die die Empfehlungen ihrer Therapeutin gewissenhaft befolgt. Nach der Therapiestunde ein Lied aussuchen, das zur Stimmung passt und darüber nachdenken, warum. Zum Beispiel. Und eben: wieder schreiben. Weil es meine Gedanken sortiert. Und da noch und immer wieder Dinge sind, die ein bißchen Sortierung brauchen.

    Ja, wir machen jetzt Therapie. Weil einer Therapeutin aufgefallen ist, die gar nicht mich behandeln sollte, sondern jemand anderen, dass ich PTBS Symptome zeige und hat mir dringend geraten, das behandeln zu lassen. Und da ich das auch immer gedacht habe, aber auch gedacht habe: „jetzt übertreib mal nicht, du steigerst dich da rein“, war ich sehr beruhigt zu hören, dass ich mir das weder einrede noch einbilde. Und so wird es jetzt behandelt.

    Wow, was bin ich denn heute so? Habe gerade erst mal zwei sehr krawallige und fast schon verbitterte Sätze gelöscht. Das ist die Perimenopause, ich sag´s euch! Obwohl meine hinreißende Frauenärztin beim Anblick meines rechten Eierstocks* neulich in Ekstase verfallen ist, darüber was für ein tolles „Eierstöckchen“ dieser Eierstock ist und wie toll der noch seine Arbeit macht in diesem 49jährigen Körper, da brauche es keinen Hormonstatus, dem sehe man an, dass der noch gut dabei ist, sind wir eben doch perimenopausal. (*gut, der linke hat nicht so eine gute Zwischenbeurteilung wegen einer Zyste bekommen, aber mein Gott, der kriegt sich auch wieder ein.)

    So, spätestens die mehrfach Nennung des Wortes „Eierstöcke“ hat hier hoffentlich unerwünschte Leser abgeschreckt. Bei Bindenwerbung (damals immerhin noch mit blauer Ersatzflüssigkeit) hat mann sich jedenfalls schon mal bei mir beschwert, warum das sein müsse oder bei der Erwähnung des Wortes „Periodenunterwäsche“ Würge-, nein, sagen wir es, wie es ist, Kotzgeräusche gemacht. Das brauchen wir hier nicht. Ja, wir sind Ausschließer.

    Stichwort Abschreckung. Kleines Update: Ich habe hier doch mal über einen Mann geschrieben- so mein Kenntnisstand damals- in einer Beziehung war (mittlerweile ist diese Beziehung zu Ende) und der zu mir zu einem Kaffee kommen wollte und mich zu lange und zu feste umarmt hat. Der hat sich ja sehr missverstanden gefühlt und tut es noch. So eine bin ich.

    Also: welcome back!

    Ich werde mich in der nächsten Zeit mal quälen mit der weiteren Einrichtung dieser Seite und vielleicht wird ja auch irgendwas professioneller werden als vorher, aber ich würde jetzt kein Geld drauf setzen.